hm, hatte ich diese band nicht schonmal vorgestellt? egal, hier nochmals uni_form aus portugal im original interpol sound, nur besser
heureka, was für eine freude euch mal wieder einen leckerbissen der musikkultur anpreisen zu dürfen!
und ohne missverständlichen ironinischen unterton, den man in obrige zeile lesen könnte, freue ich mich wirklich auf ein besonderes projekt im trauma dresden:
eine feine dark 90s party mit mir als dj und cell la door an meiner seite!
am freitag, den 25.06.2010 gibt allerlei düsteres aus den 90ern auf die ohren und ich freue mich auf die herausforderung – denn in den 90ern habe eher eurodance und sogar auch mal techno gehört aber auf gar keinen fall etwas düsteres. und am ende der 90er habe ich angefangen nur düstere 80er zu hören. somit kann ich also mal ein jahrzent wieder aufleben lassen.
ganz klar gibts deine lakaien, projekt pitchfork, wolfsheim und auch prodigy sollen nicht zu kurz kommen. vielleicht gibts noch düsteren 90er shoegaze …
die playlist:
Vor und zwischen den Konzerten:
Intro: Smoke and Spotlight Vol. 5
- Cyberpagan -
1. Zurück Placenta – Nombril Care
2. Artery – My Age, My Beast
3. Bauhaus – Rosegarden Funeral of Sores
- Cyberpagan -
4. Ausgang – Crawling the Walls
5. Clair Obscur – Froh
6. Look Back in Anger – Grey Skies
7. Murder at the Registry – The Creatures are Having Fun with the Hollywood Dreamblaster
8. Magazine – Shot By Both Sides
9. Joy Division – Komakino
10. Project: Komakino – Penumbra 1
11. PMG Kolektiv – Kontrol
12. S.C.U.M – Visions Arise
13. Ciaran Harte – Love is Strange
Nach den Konzerten:
- Slowpulseboy -
14. Ministry – I’m Falling
15. Hatesex – A Rose Without Eyes
16. Jim Grey – They Can See in the Dark
17. Motorama – Anchor
18. Christian Death – Romeo’s Distress
19. The Stooges – I Wanna Be Your Dog
20. The B52’s – Planet Claire
21. Virgin Prunes – Caucasian Walk
22. Beatsteaks – She’s Lost Control
23. Bauhaus – Dark Entries
- Dangermouse -
24. Children on Stun – Sidelines
25. Twisted Nerve – Séance (1984)
26. Christ vs. Warhol – Cross of Lorraine
27. Fangs on Fur – Fangs on Fur
28. Bloody Dead and Sexy – Reaping Day (Demo)
29. Cinema Strange – Agent X-Ray
30. Hysteric Helen – Only Myself
31. Specimen – Stand Up Stand Out
32. Kommunity FK – Something Inside Me Has Died
- Slowpulseboy -
33. Frustraition – Too Many Questions
34. Cabaret Voltaire – Nag Nag Nag
35. Kitchen and the Plastic Spoons – Happy Funeral
36. The Birthday Party – Release the Bats
37. Snowman – Daniel Was a Timebomb
38. A Place To Bury Strangers – Exploding Head
39. The Cure – Grinding Halt
40. Siouxsie and the Banshees – Happy House
41. Das Bierbeben – Dunkle Tage
42. Ideal – Erschießen
43. Muffdiver – Feuer
44. Grauzone – Wütendes Glas
- Dangermouse -
45. Fliehende Stürme – Killerblau
46. Faith and the Muse – Plague Dance
47. Mephisto Walz – I Want
48. DAF – Alle gegen Alle
49. Remains in Silence – Hope in Fear
50. Public Image Ltd. – This is Not a Lovesong
51. The Ramones – Rock’n'Roll Highschool
52. The Cramps – Human Fly
53. Frankenstein – She Casts No Shadow
54. Miguel and the Living Dead – Aliens Wear Sunglasses
55. Shadow Reichenstein – It’s Halloween
- Cyberpagan -
56. Quidam – Fixed Her Head into a Wall
57. The Dancing Did – The Dancing Did
und dann kam das viel zu frühe Ende
die fotos, die geschichten
zu pfingsten ist leipzig mehr als nur das große WGT. neben vielen partys, teilweise mit konzerten, in verschiedenen clubs gibt es auch immer das gothic pogo festival – dieses jahr zum 5. mal.
für meinen geschmack ist dieses die beste alternative zum “mainstream” des großen festival-rummels. das wgt bietet 40 location, ettliche bands und natürlich auch viele uninteressante sachen. dieses jahr geschah es, dass tolle bands auf totale demotivation trafen. das lange himmelfahrtswochenende wurde quasi durchgearbeitret und generell schlief ich in letzter zeit mehr in anderen betten als in meinem eigenen. daher war bald klar:
kein wgt! nur gothic pogo party! und als dann auch noch die anfrage kam, ob ich als dj für freitag abend einspringen könnte, war die leipzigreise perfekt
als vorbands traten monozig, siiiii und red zebra auf und an diesem abend war auch klar, dass ich die richtige entscheidung traf kein wgt besuch zu unternehmen. denn schon am ersten, noch frischen abend hatte ich keine lust auf livemusik.
monozid waren gut, ohne frage, siiiii als postpunker aus UK hatten ihren 2. deutschlandauftritt und haben echt gut gerockt. dunkele treibende stücke, gut vorgetragen. und dann noch red zebra aus belgien. die habe ich wie die anderen bands auch nur nebenbei verfolgt aber die haben mich doch deutlich mehr mitgerissen als die anderen. die alten herren sahen sooo langweilig aus, hatten die pogoende gruftipunkmasse aber bald im griff. alle hits waren dabei und bei 2 zugaben gab es noch “transmission” und eine weitere tolle coverversion, die sich mir aber vor aufregung vorm auflegen nicht so eingeprägt hat.
und dann gings los, 1.30 uhr, die bühne stand voller instrumente und das mischpult hinten in der dunkelsten ecke. ich schnappe die hälfte meiner cds und bevor einfach nur ein sampler durchläuft habe ich eine menschlich inspirierte musikauswahl geboten und keine aus der konserve. 30 minuten spontanauflegen zwischen umsetzten des mischpulten,abbau des schlagzeugs, mit ohne licht und mit eingeschränkter auswahl war mal wieder eine herausforderung – hat aber geklappt.
meine kollegen dangermouse (strange & scary, bremen) und cyberpagan (ex-outsiderparty, braunschweig) haben dann jeweils 30 minuten die menge gerockt bis ich dann wieder ran durfte. ich hatte ja die hoffnung mal ausgefallener auflegen zu dürfen und nach den ersten hits gings dann auch ins eingemachte. snowman und a place to bury strangers wurden gut angenommen
der schock kam dann um 5 uhr. um 5.15 uhr wäre ich mit meinem 3. set dran gewesen doch man stellte uns den strom ab. cyberpagan war mitten in seiner phase und konnte sie nichtsmal beenden. zwar war ich froh ins bett zu kommen aber die stimmung war gut, es waren genügend leute da und nichts sprach gegen das aufhören. aber so sind manche clubs nunmal. dabei war die locaition mal echt gut! ein altes fabrikgebäude, noch recht naturbelassen, mit alten sofas, grafitis, dreckig und veranzt. gelegen in einem alten zerfallenen industriegebiet. besser gehts kaum!
nach dem auflegen gings noch für 3 stunden schlaf ins hotel, duschen, frühstücken und ab nach dresden.
sonntag gings dann zur shockwave und zum geburtstagsfeiern wieder zum gothic pogo festival.
als liveacts locken gertud stein, die schon beim bremer shockwave double war und überzeugte. in leipzig war sie gut aber leider waren die hallen bei weitem nicht so gut gefüllt wie freitag. daher auch weniger stimmung. anschließend trat ein künstler namens petra flurr auf, der eigentlich aus der queerwave-szene stammt- also ein mann ist in einem trans-gender-fetisch-outfit (oder so ähnlich
). die musik war treiben und doch ziemlich gut. schnelle daf, ähnlich wie cobra killer oder andere acts aus einem electro(punkigen) umfeld.begleitet wurde er/sie/es durch eine videoshow bestehend aus geflacker, rauschen und skurilen szenen von männern in grotesken posen. sehr abgefahren auf jeden fall!
mitternacht lag lange hinter uns, somit war ich offiziell ein jahr älter, hatte eine schöne zeit mit freunden aus bremen und genoss noch etwas die shockwave sound, wobei der für mich wichtigste – dj ‘m’ – leider an dem abend nicht da sein konnte
und dann gibts ab nach hause! die bilder sind schonmal im fotobereich online, die playlist folgt die tage!
hier mal meine nächsten dj-daten:
21. mai: gothic pogo festival, alte damenhandschufabrik, leipzig zusammen mit dj cyberpagan und dangermouse
5. juni: dj rosedemons geburtstagsparty, u-boot dresden, wohl hauptsächlich minimal elektronik zusammen mit verschiedenen dresdner djs
12. juni: one more holy hour – the cure party, u-boot dresden zusammen mit warholy und spooky
25. juni: dark 90s party, trauma dresden zusammen mit dj cell la door
6. august: in the dead of night, bunker dresden zusammen mit dj merlin


weitere termine folgen

06.05. – stereo otal/scheune
11.05. – zoot woman/beatpol
14.05. – junius als vorband von god is an astronaut/beatpol
20.05. – heavy trash/beatpol
20.05. – frittenbude/scheune
27.05.- din a testbild/scheune
27.05. – kate nash/alter schlachthof
… langweilig wirds schonmal nicht
hui, was für ein wochenende. da wohnt man in dresden und in bremen ist das konzert des frühjahrs 2010:
iliketrains und editors im pier 2.
vorweg:
iliketrains habe ich beim WGT ‘09 in leipzig kennengelernt und dieses konzert war das beste des jahres und wird auch für lange zeit unschlagbar bleiben. meine frau und ich flogen im oktober nach london um iliketrains wieder zu sehen.
das konzert war gut ab seit dem WGT muss sich jedes konzert mit diesem unseren ersten messen lassen und kann nur schlechter sein.
editors, was soll ich sagen. ich muss gestehen, dass ich auch das neue album mag. ich habe sie im november in dresden live gesehen. dieser auftritt wurde von jemanden kommentiert mit “die waren wie coldplay” – das war in diesem fall negativ gemeint auch wenn ich mir schlechtere vergleiche vorstellen kann. ja, ich mag durchaus auch coldplay! und ich fand das besagte konzert solide. nicht umwerfend aber gut, 2 – würde ich sagen.
andere freunde aus bremen bezeichneten ihr letztes editors-konzert als das schlechteste des jahres und wollten nicht ins pier 2 kommen.
ich muss zu meiner bewertung also zusammenfassend sagen: ich mag die neue musik der editors, ich habe mit großen konzerthallen kein problem und beide bands zusammen waren die reise nach bremen wert.
am samstag, den 24.4. um 20 uhr, im pier 2 angekommen mussten wir nicht lange warten, bis iliketrains die ersten akkorde anschlugen und das pier 2 in eine düstere welt tauchten. die kombination aus verspieltem pop/indie-elementen der neuen stücke und die psychodelischen sich aufschraubenden lärmwände aus gitarrenkrach wurden komprimiert in 30 minuten dargeboten. schade, viel zu kurz, viel zu wenig tiefe des gesamtwerkes der zugfreunde.
die auf der pier 2-homepage angekündigte 2. band viel aus, was ich nicht bedauere, denn bald schon schallten die ersten klänge von “in this light an on this evening” aus den boxen und hüllten das pier 2 in andächtiges schweigen. anschließend luden die editors gut gelaunt zum tanzen ein. songs des umstrittenen 3. albums waren gefühlt in der minderzahl an diesem abend. stattedessen ging es flott zur sache mit schnellen songs von “the back room” und “an end has a start”. die songs wurden kreativ angepasst und mit vollem körpereinsatz interpretiert. und auch 2 mir unbekannte songs ihrer neuen schaffens-periode – also sehr elektronisch – wurden geboten und wussten zu gefallen.
eine zugabe, alle lieder, die man an so einem abend hören will
und dazu eine sehr gute sound-qualität! also ein gelungener abend.
sicherlich kann man kritikpunkte anwenden. dieses konzert im kleineren rahmen im schlachthof wäre sicherlich viel besser und ursprünglicher gewesen. die editors sind erfolgreich, füllen große hallen, mögen auch kommerziell und abgehoben wirken aber ich finde sie dennoch sehr gut an ihren instrumenten und denke, das eine hohe musikalische und komponistische qualität geboten wird.
unterm strich sicherlich eine total bescheuerte sache für dieses konzert quer durch die republik zu fahren aber diese tolle konzert kann man nicht mit km oder euros aufwiegen!
negativ ist mir augefallen, dass die security sehr schwarf war was das fotografieren und filmen betrifft. vorsorglich habe ich meine kamera zu hause gelassen und kann nur iphone bilder bieten!



und schade dort so wenig bekannte gesichter gesehen zu haben
und nun muss ich nochmal die gelegenheit nutzen um eine band zu empfehlen. mit großen dank nochmal an den coast is clear blog für alle musikstile zwische twee-, indiepop, schoegaze und düsteren sachen.
geboten wird lockerleichter minimal-pop. leicht modern, leicht 80er, gut hörbar.
unter folgendem link findet ihr 3 legale downloads der band:
http://coast-is-clear.blogspot.com/2010/03/cold-cave-kuhle-minimalistik.html
und hier gehts zu myspace
es gibt mal wieder düster-pop aus schwenden. nicht so flott wie the exploding boy, nicht so verträumt schön wie the mary onettes. etwas verquerer, etwas rauer mit durchaus netten synthi-parts.
doch genug der worte, hört selbst denn die erste EP gibts kostenlos zum download auf dieser seite!