konzertbericht: a place to bury strangers & junius

großartig – a place to bury strangers spielten am 23.4. im hamburger hafenklang und das war für mich natürlich ein pflichttermin. das erste konzert des trios ende 2009 in dresden ist immer noch ein sternstunde in meiner konzertgeschichte. und es mangelte nicht an guten konzerten.
das dresdner beatpol ist auch die perfekte konzertlokalität mit großer bühne und astreinen sound.
das hafenklang in hamburg ist natürlich um einiges kleiner und übersichtlicher. das der sound prinzipiell nur schlechter sein kann, war aber nach den ersten tönen egal. die 3 jungs kamen auf die bühne, es quitschte und dann ging es los, ein ewiges, extatisches gewitter aus gitarrenkrach. das nur eine e-gitarre und ein bass diese soundgewalt entfalten können, die einem so brachial die gehörgänge wegpustet ist auch nach dem 2. konzert noch immer faszinierend!
die energie, die die musiker von der bühne verströmten nahm einen sofort gefangen. während des spiels schlug der gitarrist sein instrument auf den boden, die beiden hälse der saiteninstrumente wurden aneinander gerieben und irgendwann entlockte der bassist mit dem mirkofonständer diverse töne.

abgerundet wurde die musik durch 3 beamer, welche die szenerie in abstraktes licht tauchten.

das war ein guter abend aber bei weitem nicht von der brilianz des dresdner konzertes. … irgendwann schleuderte der sänger damals seine gitarre durch die gegend, schmiss sie auf den boden – während diese sort weiter töne produzierte, schnappte er sich eine zweite und produzierte ein ungeheuerliche, sich ständig aufschraubende wand aus purem lärm. unglaublich :)

nicht am gleichen abend aber im gleichen club und kurze zeit später spielten die post-rocker von junius in hamburg. das konnte ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen. musikalisch gut aber lange nicht so ausdifferenziert wie a place to bury strangers erwartete ich nicht viel und ließ mich von feinstem krachigen aber eher getragenem post-rock unterhalten. die band ging gut ab und brachte die masse zum extatischen kopfnicken. da ich die vorbands bewusst verpasst habe, habe ich das ende des konzerts nicht genau verstanden. auf einmal war die ganze bühne voller menschen, die alle gitarren in der hand hielten und so taten, als ob sie spielen würden. ein tolles gewusel auf der bühne!

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