7.11.: gitane demone in der chemo + dead beat disco aftershowparty

heute darf ich euch noch einen besonderen leckerbissen ankündigen!

the one and only gitane demone (christian death mitglied) spielt live in dresden und stellt ihr aktuelles projekt the crystelles vor.

das musikalische rahmenprogramm wird dann von mir gestaltet. wenn alles nach plan läuft gibts vorm konzert musik von mir und dann hinterher eine aftershowparty, wenn sich unter der woche noch genügend gäste überzeugen lassen. bei fliehende stürme hats ja (fast zu) gut funktioniert ;)

vorher darf man gerne etwas mehr kalifornian deathrock erwarten.

ehrlich gesagt kann ich über das neue projekt noch nicht so viel sagen, diese frau sollte man aber schon mal live gesehen haben! also, am 7. november auf in die chemo! ab 20 uhr it einlass, wann es genau losgeht, kann ich noch nicht sagen. 8 euro kostet der eintritt.

konzertbericht der the pains of being pure at heart

oder: meckern auf hohen niveau?dresden bietet viele nette konzerte und dann auch immer mal wieder so perlen, mit denen man nicht so rechnet. so freute ich mich sehr, als ich die aknündigung für the pains of being pure at heart las.am gestrigen abend war es dann soweit. die groovestation lud zum rocken ein.wie so häufig bei solchen abenden befasse ich mich wenig mit der vorband. entweder es wird eine wunderbare überaschung oder ich weiß schon vorher, dass sie mist sind. mit der vorband des abends befasste ich mich iphone sei dank dann doch noch schnell während des abends. oh napelon aus krefeld wirkten wie eine mittelprächtige schülerkombo, spielten aber feinsten indiepop. ein gelungener auftakt.während der anschließenden umbauphase konnte man sich dann noch ein wenig im recht vollen club umsehen. die groovestation war schon sehr gut gefüllt. TPOBPAH bieten einen recht melancholischen bis treibenden indie-noise-twee-rock. in modernen zeiten in denen shoegaze-waver a la ceremony in die düsterszene einziehen, hätte auch ein wenig düstervolk dort sein können – war es aber nicht. somit war ich umgeben von einer heerschaar an indiekids. modische entwicklungen gehen ja gerne und bewusst mal an mir vorüber, aber warum jeder zweite mit seinen jutebeutel unterwegs ist, erschließt sich mir nicht!das ersehnte konzert ging dann auch bald los. die band bot ihren eigenen musikmix am rande verschiedener stile und war wunderbar krachig, treibend und stets war die musik begleitet vom zerbrechlichen gesang. mit 2 gitarren und einem bass wurde auch ein guter gitarrenteppich erzeugt. die jungs an den saiteninstrumenten gaben alles und droschen auf ihre gerätschaften ein. und nun zurück zum einleitenden satz: und dennoch hat mir etwas an druck gefehlt :(das konzert war wunderbar, aber bei weitem nicht mit dem druck und der energie z.B. von a place to bury strangers zu vergleichen – und die arbeiten nur mit einer gitarre.

konzertwochenende mit diego und i like trains

es ist schon eine menge wasser die elbe hinuntergeflossen seit dem letzten konzertbericht in diesem blog. während die elbe nun hochwassergeschwängert sich breit durchs elbflorenz wälzt, kann ich gleich von 2 konzertabenden des wochenendes berichten.am freitag, den 21.1.11 ging es spontan nach döbeln, zwischen dresden und leipzig gelegen. im treibhaus e.v. trat der karlsruher düster-indie-fünfer diego auf. als vorband war die dresdner indierock-band mitch buchannon dabei.das treibhaus als eine art “jugendclub” bot auch das entsprechende ambiente: alte sofas, alles etwas schlicht, keine richtige bühne und anscheinend alles auch etwas planlos. bei der angekündigten einlassuhrzeit fand gerade erst der erste soundcheck statt. und so zog es sich alles etwas hin, bis es dann losging. mich buchannon boten verspielten indierock. die idee war gut, in der ausführung gab es nach meinem geschmack noch schwächen. dieses kann aber auch an der anlage gelegen haben. denn auch diegos sound überzeugte nicht wirklich. die band war gut drauf, wirkte sehr motiviert trotz des eher überschaubaren publikums und bot ein gut durchmischtes set mit songs der letzten beiden alben. ich hatte den eindruck, die stimme des sängers hörte man mehr durch seinen lauten gesang als durch die boxen.alledings schien man das schlagzeug wohl sehr gut zu hören, weswegen die polizei um 0:30 das konzert beendete – wann hatte ich das das letzte mal? ein konzertabend mit gemischten gefühlen: gute musik, tolle band, absolut ursprüngliches kultiges jugendfreizi-flair…nach dieser musikalischen aufwärmübung stand am samstag, den 22.1.11 im dresdner beatpol das konzert von i like trains an. dieser band habe ich ja bereits in diesem blog und meinem leben einen geiwssen platz eingeräumt. es wa mein 5. konzert und die erwartungen waren groß, denn das beatpol ist eine fantastische konzertörtlichkeit.meine kühnsten erwartungen wurden übertroffen. die vorband delay trees bot sehr seichten indie-pop, nicht sehr aufregend aber sehr gut umgesetzt.als dann i like trains die ersten akkorde anschlugen war klar, das meine erwartungen vielleicht sogar noch übertroffen werden könnten. lupenreiner, klarer sound, perfekt abgemischt, die markante stimme des sänger wurde nahezu beispiellos herausragend präsentiert. was mich an dieser band so reizt im vergleich zu andern gerne-gruppen ist die wandelbarkeit des sound. erst lockerleicht verspielt und im nächsten moment wird man überrollt von einem sich hochschraubenden sturm aus gitarrenkrach und feedbacks. dazu diese feine melancholie gemischt mit euphorischen symphonien. mein geschätzter krachfaktor ist auf dem aktuellen album nicht mehr präsent und auch bei anderen konzerten in den hintergrund getreten. am vergangenen samstag jedoch ging die post(rock-kombo) gehörig ab! man drosch auf die gerätschaften ein als gäbe es kein morgen mehr um dann beim nächsten lied wieder zerbrechliche zarte melodien zu präsentieren. unglaublich!alles in allem war es vom sound her, von der musikalischen qualität und von der erwartungshaltung an die band und die songauswahl her das beste konzert, was ich seit langem gesehen habe – seit laaaangem!

future islands konzert in dresden

das beatpol, einer der besten konzertsäle dresdens – einer der besten konzertsäle überhaupt – ist ein garant für gute konzerte. so ergab es sich, dass mir ein stück von der band future islands zugesteckt wurde und ich zu einer ähnlichen zeit eine nette konzertankündigung im beatpol las:als wenn joy division und david bowie im romantik-himmel gemeinsam jammen würden und als hätte es die 90er nie gegeben. und diese beschreibung wurde niemand geringeren als future islands gewitmet. zudem handelte es sich um eines der konzerte, die das beatpol regelmäßig für 5 euro anbietet.das trio aus baltimore wurde begleitet von bacherlorette, einer künstlerin aus neuseeland.das ein-frau-projekt präsentierte ein gewisses technikaufgebot, mit welchem sie ihre psychodelischen, minimalistischen pop-songs herstellte.in ein mikrophon hat sie entweder geklatscht, textpassagen gesungen oder sonstige töne eingegeben. anschließend wurden diese aufnahmen dann in endlosschleife wiedergeben, teilweise sich überlagernd. musikalisch gab es einiges minimal bis schrabbelpop. und wenn sie ihren song dann so nach und nach aufbaute, arangierte, sang sie dann in ein anderes mikro den text ihres songs – sehr beeindruckend.nach einer kurzen umbauphase wurde die musik dann etwas schneller, waviger und sehr synthielastig. ein keyboarder, ein bassist und ein sänger standen auf der bühne. die musik war perfekt. der joy-division’eske bass war grandios. und der sänger? live auf jeden fall gewöhnungsbedürftig. manchmal dachte ich, bonnie tyler würde singen. der bei den studioaufnahmen klare gesang wurde live in einer bandbreite von schön und zart bis hin zu kehligen kreischend präsentiert. der sänger verausgabte sich dabei ohne gleichen.ich fands erst seltsam aber das gesamtkonzept stimmte.was auch stimmte war die bereitschaft der dresdner für gute musik. schätzungsweise 200 leute, wenn nicht noch mehr, kamen ins beatpol.

konzertbericht iliketrains und editors

hui, was für ein wochenende. da wohnt man in dresden und in bremen ist das konzert des frühjahrs 2010:iliketrains und editors im pier 2.vorweg:iliketrains habe ich beim WGT ’09 in leipzig kennengelernt und dieses konzert war das beste des jahres und wird auch für lange zeit unschlagbar bleiben. meine frau und ich flogen im oktober nach london um iliketrains wieder zu sehen.das konzert war gut ab seit dem WGT muss sich jedes konzert mit diesem unseren ersten messen lassen und kann nur schlechter sein.editors, was soll ich sagen. ich muss gestehen, dass ich auch das neue album mag. ich habe sie im november in dresden live gesehen. dieser auftritt wurde von jemanden kommentiert mit “die waren wie coldplay” – das war in diesem fall negativ gemeint auch wenn ich mir schlechtere vergleiche vorstellen kann. ja, ich mag durchaus auch coldplay! und ich fand das besagte konzert solide. nicht umwerfend aber gut, 2 – würde ich sagen.andere freunde aus bremen bezeichneten ihr letztes editors-konzert als das schlechteste des jahres und wollten nicht ins pier 2 kommen.ich muss zu meiner bewertung also zusammenfassend sagen: ich mag die neue musik der editors, ich habe mit großen konzerthallen kein problem und beide bands zusammen waren die reise nach bremen wert.am samstag, den 24.4. um 20 uhr, im pier 2 angekommen mussten wir nicht lange warten, bis iliketrains die ersten akkorde anschlugen und das pier 2 in eine düstere welt tauchten. die kombination aus verspieltem pop/indie-elementen der neuen stücke und die psychodelischen sich aufschraubenden lärmwände aus gitarrenkrach wurden komprimiert in 30 minuten dargeboten. schade, viel zu kurz, viel zu wenig tiefe des gesamtwerkes der zugfreunde.die auf der pier 2-homepage angekündigte 2. band viel aus, was ich nicht bedauere, denn bald schon schallten die ersten klänge von “in this light an on this evening” aus den boxen und hüllten das pier 2 in andächtiges schweigen. anschließend luden die editors gut gelaunt zum tanzen ein. songs des umstrittenen 3. albums waren gefühlt in der minderzahl an diesem abend. stattedessen ging es flott zur sache mit schnellen songs von “the back room” und “an end has a start”. die songs wurden kreativ angepasst und mit vollem körpereinsatz interpretiert. und auch 2 mir unbekannte songs ihrer neuen schaffens-periode – also sehr elektronisch – wurden geboten und wussten zu gefallen.eine zugabe, alle lieder, die man an so einem abend hören willund dazu eine sehr gute sound-qualität! also ein gelungener abend.sicherlich kann man kritikpunkte anwenden. dieses konzert im kleineren rahmen im schlachthof wäre sicherlich viel besser und ursprünglicher gewesen. die editors sind erfolgreich, füllen große hallen, mögen auch kommerziell und abgehoben wirken aber ich finde sie dennoch sehr gut an ihren instrumenten und denke, das eine hohe musikalische und komponistische qualität geboten wird.unterm strich sicherlich eine total bescheuerte sache für dieses konzert quer durch die republik zu fahren aber diese tolle konzert kann man nicht mit km oder euros aufwiegen!negativ ist mir augefallen, dass die security sehr schwarf war was das fotografieren und filmen betrifft. vorsorglich habe ich meine kamera zu hause gelassen und kann nur iphone bilder bieten!IMG_0401IMG_0410IMG_0416und schade dort so wenig bekannte gesichter gesehen zu haben :(